Bakterielle Vaginose

Eine von drei Frauen ist von bakterieller Vaginose (auch bacterial vaginosis) betroffen, viele davon mehrmals pro Jahr. Tatsächlich gilt: Bakterielle Vaginose ist die häufigste mikrobiologische Störung des Scheidenmilieus. Viele Frauen bemerken dabei einen unangenehm riechenden Ausfluss oder leiden unter Juckreiz im Intimbereich sowie Schmerzen beim Wasserlassen. Diese Beschwerde tritt oft besonders stark beim Geschlechtsverkehr auf. Eine Vaginose verursacht ein Ungleichgewicht in der Vaginalflora, bei dem nützliche Bakterien verdrängt und durch andere Bakterien ersetzt werden. Auf diese Weise kann es zu einer bakteriellen Scheideninfektion kommen.

Die bakteriell bedingte Veränderung lässt den pH-Wert in der Vagina ansteigen, sodass das ursprünglich saure Milieu – überwiegend von Milchsäurebakterien besiedelt – gestört wird. Ein Risikofaktor dafür sind etwa ungeschützter Geschlechtsverkehr, häufige Partnerwechsel oder hormonelle Umstellungen in der Schwangerschaft. Auch die Einnahme von Antibiotika und übertriebene Intimhygiene können eine bakteriell ausgelöste Infektion der Scheide begünstigen. Wer bereits einmal eine bakterielle Vaginose hatte, kann leichter erneut davon betroffen sein – vor allem wenn die Behandlung nicht konsequent durchgeführt wird.

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Tipps und Blogs bei bakterieller Vaginose

Was ist eine bakterielle Vaginose?

Definition und Ursachen

Bakterielle Vaginose ist eine Infektion der Scheide, die auftritt, wenn die natürliche Bakterienflora aus dem Gleichgewicht gerät. Normalerweise dominieren Milchsäurebakterien (Laktobazillen), die ein saures Umfeld schaffen. Das Problem? Wenn sich andere Bakterien – wie Gardnerella – plötzlich stärker vermehren.

Dafür gibt es verschiedene Gründe:

  • Häufiger Geschlechtsverkehr ohne Schutz
  • Verwendung von Scheidenspülungen
  • Hormonelle Veränderungen (zum Beispiel in der Schwangerschaft)

Patientinnen erzählen manchmal, wie überrascht sie waren, als eine harmlose Routineuntersuchung eine bakterielle Vaginose ans Licht brachte. Keine dramatischen Symptome, aber deutliches Ungleichgewicht der Flora. Darmbakterien und andere Keime können ebenfalls mitmischen und das Risiko erhöhen. Viele Frauen kennen keinen klaren Auslöser, doch einige Faktoren – etwa häufige Partnerwechsel – begünstigen diese Infektion.

Symptome einer bakteriellen Vaginose

Typische Anzeichen

Die Symptome sind oft unangenehm, aber nicht immer eindeutig. Häufig treten auf:

  • Ungewöhnlicher, oft dünnflüssiger oder schaumiger Ausfluss
  • Fischartiger Geruch, der sich nach dem Sex oder während der Menstruation verstärken kann
  • Juckreiz oder Brennen im Intimbereich
  • Mitunter Schmerzen beim Wasserlassen

Manche Frauen spüren kaum etwas. Doch Vorsicht! Eine unbehandelte bakterielle Vaginose kann ernste Folgen haben. Vor allem in der Schwangerschaft steigt das Risiko für Frühgeburten. Die wichtigste Empfehlung? Bei den ersten Anzeichen besser gleich zum Arzt gehen.

Person hält rote Blume mit Menstruationstasse vor Bauch.
Person in Unterwäsche mit Dehnungsstreifen steht vor einem Spiegel im Badezimmer.

Behandlungsmöglichkeiten

Medikamente

In der Regel helfen Antibiotika. Metronidazol oder Clindamycin sind typische Wirkstoffe, die man entweder einnimmt oder als Zäpfchen bzw. Creme verwendet. Sie reduzieren die schädlichen Bakterien und bringen die Flora wieder ins Lot. Wichtig: Immer die gesamte Antibiotikakur durchziehen, auch wenn die Symptome schon verschwunden sind und Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.

Zusätzlich können Laktobazillen-Präparate aus der Apotheke unterstützen. Diese helfen, die gesunden Bakterien in der Scheide wieder aufzubauen. Eine Kombination aus Antibiotika und Probiotika? Oft eine gute Idee, um die Infektion schnell loszuwerden und Rückfälle zu vermeiden

Unterstützung der Scheidenflora

Die richtige Unterstützung der Scheidenflora verhindert nicht nur erneute Infektionen, sondern fördert auch die Heilung. Viele Frauen greifen zu probiotischen Vaginalkapseln oder -tabletten, die Milchsäurebakterien liefern. Ein gesunder Lebensstil – etwa eine ausgewogene Ernährung und weniger Stress – hilft ebenfalls.

Weitere praktische Tipps:

  • Scheidenspülungen und stark parfümierte Intimprodukte meiden
  • Unterwäsche aus atmungsaktiven Materialien tragen
  • Regelmäßig zum Arzt gehen und über Symptome sprechen

So bleibt das intime Gleichgewicht gewahrt und Infektionen haben weniger Chancen.

Prävention und Tipps für eine gesunde Scheide

Hygienemaßnahmen

Gute Hygiene kann das Risiko einer bakteriellen Vaginose senken. Wie genau?

  • Den Intimbereich täglich mit lauwarmem Wasser und milden, parfümfreien Seifen reinigen
  • Beim Toilettengang von vorn nach hinten wischen, um Darmbakterien fernzuhalten
  • Auf Scheidenspülungen verzichten, um das natürliche Milieu nicht zu stören

Auch die Wahl der richtigen Unterwäsche spielt eine Rolle. Baumwollunterwäsche ist atmungsaktiv und verhindert übermäßige Feuchtigkeit. Außerdem: Nasse Badesachen oder schweißdurchtränkte Kleidung so schnell wie möglich wechseln.

Lebensgewohnheiten

Gesunde Lebensgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle bei der Prävention von bakterieller Vaginose. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Obst, Gemüse und Probiotika ist, kann das Immunsystem stärken und die gesunde Scheidenflora unterstützen. Der Verzicht auf Zucker und hochverarbeitete Lebensmittel kann ebenfalls helfen, das Risiko von Infektionen zu reduzieren. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr hält den Körper hydriert und unterstützt die natürliche Reinigung der Vagina.

Zusätzlich zur Ernährung ist auch ein gesunder Lebensstil wichtig. Regelmäßige körperliche Aktivität kann das Immunsystem stärken und Stress abbauen, was das Risiko von Scheideninfektionen verringern kann. Frauen sollten auch darauf achten, sicher zu verhüten und ungeschützten Geschlechtsverkehr zu vermeiden. Eine offene Kommunikation mit dem Partner und regelmäßige ärztliche Untersuchungen tragen ebenfalls dazu bei, das Risiko einer bakteriellen Vaginose zu minimieren und das Wohlbefinden der Frau zu fördern.

Langfristige Auswirkungen und Komplikationen

Mögliche Folgen bei unbehandelter bakterieller Vaginose

Ein ernstes Thema. Wenn eine bakterielle Vaginose nicht behandelt wird, kann sie:

  • Die Anfälligkeit für andere sexuell übertragbare Krankheiten erhöhen (zum Beispiel HIV)
  • Während der Schwangerschaft das Risiko für Frühgeburten steigern
  • Wiederkehrende Infektionen und Entzündungen auslösen, die langfristig belasten

Auf Dauer kann auch das Risiko für Beckenentzündungen steigen – und damit für Unfruchtbarkeit. Deswegen: Bei ersten Anzeichen sofort zum Arzt. Regelmäßige gynäkologische Checks, eine offene Kommunikation über Symptome und eine frühzeitige Behandlung sind der beste Schutz.

Kurz gesagt? Bakterielle Vaginose sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sie sich aber gut in den Griff bekommen – und meist auch dauerhaft in Schach halten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist bakterielle Vaginose?

Bakterielle Vaginose ist eine häufige Scheideninfektion, bei der das natürliche Scheidenmilieu gestört ist. Dies führt zu einer Überwucherung von krank machenden Bakterien wie Gardnerella vaginalis, während die nützlichen Bakterien, die die Vaginalflora normalerweise besiedeln, reduziert sind.

Häufige Beschwerden bei einer bakteriellen Vaginose umfassen einen unangenehmen, fischartigen Geruch, der vor allem nach dem Geschlechtsverkehr stärker wird, sowie einen dünnflüssigen oder schaumigen, grauweißen Ausfluss (Fluor). Schmerzen beim Wasserlassen oder Jucken treten selten auf

Zu den Risikofaktoren gehören häufig wechselnde Sexualpartner, Rauchen und eine gestörte Vaginalflora. Eine bakterielle Vaginose ist keine sexuell übertragbare Erkrankung, kann jedoch durch bestimmte sexuelle Praktiken begünstigt werden.

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch einen gynäkologischen Abstrich. Der Arzt überprüft den pH-Wert der Scheide, sucht nach clue cells (= vaginale Epithelzellen) unter dem Mikroskop und analysiert den Geruch und die Beschaffenheit des Ausflusses.

Die Behandlung mit Antibiotika ist die häufigste Methode zur Bekämpfung der bakteriellen Infektion. Es können auch Scheidenkapseln wie z.B. Gynophilus® eingesetzt werden, um das saure Milieu der Scheide wiederherzustellen und die nützlichen Bakterien zu unterstützen.

In einigen Fällen kann bakterielle Vaginose ohne Behandlung abklingen, jedoch wird eine systemische Behandlung empfohlen, um Komplikationen wie Scheidenentzündungen zu vermeiden.

Unbehandelt kann bakterielle Vaginose das Risiko für ernstere Infektionen der Scheide und sexuell übertragbare Erkrankungen erhöhen. Schwangere Frauen mit bakterieller Vaginose haben zudem ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten.

Eine gesunde Vaginalflora kann durch den Verzicht auf übermäßige Intimhygiene und das Verwenden von geeigneten Intimprodukten unterstützt werden. Die Vermeidung häufiger Wechsel der Sexualpartner und die Verwendung von Kondomen können ebenfalls helfen, das Risiko zu reduzieren.

Ja, eine gestörte Vaginalflora kann sowohl bakterielle Vaginose als auch Scheidenpilz begünstigen. Beide Erkrankungen erfordern unterschiedliche Behandlungen, daher ist eine korrekte Diagnose wichtig.